Ortsverein Stockach
Betreuungseinsatz in Orsingen im Februar 2012
Im Februar wurde der DRK Ortsverein zu einem Betreuungseinsatz in Orsingen alarmiert. Der zuständige Ortsverein Steißlingen übernahm den Einsatz am Brandort, der Ortsverein Stockach betreute die Betroffenen im Gerätehaus der Feuerwehr.
Von den anfänglich sieben gemeldeten Betroffenen durften vier ihre Wohnung nach kurzer Zeit wieder betreten.
Drei Betroffene wurden über längerem Zeitraum von den Helfern betreut.
Vor Ort waren drei Helfer des Ortsverein Steißlingen, sieben Helfer des Ortsverein Stockach sowie die stv. Kreisbereitschaftsleiterin.
Kreisverband Landkreis Konstanz
DRK allgemein
DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters beim Papst

- Ein Buchpräsent überreichte Rudolf Seiters (rechts) Papst Benedikt XVI. in Rom.
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Dr. Rudolf Seiters, hat vom 2. bis 5. April 2012 Gespräche im Vatikan über die weltweite humanitäre Hilfe angesichts von Naturkatastrophen und Armut und der besonderen Situation in Krisengebieten geführt. Dabei ging es auch um die Zusammenarbeit des DRK mit den beiden kirchlichen Organisationen Caritas und Diakonie sowie die besonderen Beziehungen des DRK mit den Nationalen Hilfsgesellschaften des Roten Halbmonds.
„Die Zusammenarbeit zwischen Rotem Kreuz und den Gesellschaften des Roten Halbmondes funktioniert sehr gut. Wir wünschen uns, dass sich die internationalen Hilfsorganisationen unabhängig von der religiösen Einstellung gegenseitig weltweit unterstützen. Im Mittelpunkt muss die Hilfe für den Menschen stehen“, sagte DRK-Präsident Dr. Seiters nach den Gesprächen im Vatikan.
Gesprächspartner waren unter anderem Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone, der Präsident des Päpstlichen Rates Cor Unum (vatikanischer „Entwicklungsminister“), Kardinal Sarah sowie der ehemalige Apostolische Nuntius in Berlin, Kardinal Giovanni Lajolo.
Den Abschluss der Gespräche bildete eine Zusammenkunft mit Papst Benedikt XVI.
Das DRK ist derzeit mit Projekten in rund 50 Ländern der Welt tätig.
Auf Wunsch stellen wir den Redaktionen gerne ein Foto von der Zusammenkunft mit dem Papst zur Verfügung.
Eisiger Rosenmontag: DRK-Gesundheitstipps für Karneval
Rosenmontag steht vor der Tür - und die Eiseskälte hält an. Das DRK bereitet sich auf viele Einsätze wegen Unterkühlungen vor. Besonders gefährdet sind stark Alkoholisierte. Denn wer bei Minusgraden bewegungsunfähig wird, droht zu erfrieren. Das DRK gibt Tipps, wie der Straßenkarneval trotz Kälte ein Vergnügen bleibt.
DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin aus Würzburg sagt: "Alkohol führt zu einer Erweiterung der Blutgefäße. Dadurch gibt der Körper mehr Wärme ab. Das führt immer wieder zu schweren Unterkühlungen bei Obdachlosen. Und dieses Risiko gibt es auch bei Alkoholisierten im Straßenkarneval.
"Tipp 1: Funktionswäsche tragen
Im Karneval will niemand den Schneeoverall über das Kostüm ziehen. Aber der Körper muss trotzdem warm gehalten werden. Am besten zieht man mehrere Schichten übereinander ("Zwiebellook"). Als unterste Schicht eignet sich Funktionswäsche. Sie hält warm - und weil sie eng anliegt, kommt die Optik nicht zu kurz.
Tipp 2: Tee zum Aufwärmen
Ein Schluck Alkohol zur Aufwärmung hilft nur, wenn er im Warmen getrunken wird - in der Kälte beschleunigt er den Wärmeverlust. Sefrin: "Im Straßenkarneval taugt Alkohol nicht zum Aufwärmen. Hier ist heißer Tee das Mittel der Wahl."
Tipp 3: Maß halten - und stehen bleiben
Ganz auf Alkohol verzichten muss niemand, aber Maß zu halten ist wichtig. "Wer anfängt zu lallen oder unsicher zu gehen, sollte unbedingt eine Alkoholpause von mindestens einer Stunde einlegen. Dafür darf man sich auf keinen Fall draußen hinlegen, sonst sinkt die Körpertemperatur schnell auf bedrohliche Werte", sagt Prof. Sefrin.
Tipp 4: Hilflosen helfen
Wer einen angetrunkenen Karnevalisten schlafend oder dämmernd im Freien antrifft, muss unbedingt helfen. Sonst drohen Unterkühlungen bis zum Tod. Die Person muss ins Warme gebracht werden - und bei Bedarf von Fachleuten weiterbehandelt werden.
Kinder kühlen schnell aus / DRK-Wintertipps für Eltern
Auch bei Minusgraden dürfen Kinder nach draußen. Denn Bewegung und frische Luft stärken den Kreislauf und machen gute Laune. Weil Kinder schneller als Erwachsene auskühlen, sollten Eltern aber ein paar Regeln beachten.
Tipp 1: Babys immer am Körper tragen
"Der wichtigste Rat für Eltern ist: Babys immer am Körper tragen!" - sagt Kinderarzt Prof. Joachim Gardemann aus Münster, der seit Jahren für das Rote Kreuz weltweit Einsatz ist. "Im Kinderwagen oder einer Babyschale kann es schnell zu einer Unterkühlung kommen. Deshalb ist es besser, sich die ganz Kleinen beispielsweise mit einem Tuch vor den Bauch zu binden und den eigenen Mantel drüber zu schließen. Körperwärme ist der beste Schutz."
Tipp 2: Nicht ohne meine Mütze
Aber auch größere Kinder brauchen einen guten Kälteschutz. Ohne Mütze sollten sie gar nicht das Haus verlassen, denn wegen ihres oft noch dünnen Haares verlieren Kinder über den Kopf viel Wärme. Auch wichtig: Ein Schal. Er kann zur Not bis unter die Augen gezogen werden, um die kälteempfindliche Nasen- und Wangenpartie zu schützen.
Tipp 3: Die winddichte Zwiebel
Kleiden Sie Ihre Kinder im Zwiebellook. "Mehrere dünne Schichten wärmen besser als eine dicke. Und die äußerste Schicht sollte winddicht sein, das hält die Kälte am besten draußen", sagt Gardemann.
Tipp 4: Wer bibbert muss rein
Eine Unterkühlung bemerkt man an Zittern, blasser Haut und bläulichen Lippen. Bei Anzeichen einer Unterkühlung sollte man Kinder in einen normal warmen Raum bringen und am besten in eine Decke einhüllen. Warme - nicht heiße - Getränke mit Zucker helfen bei der Erwärmung.
Tipp 5: Erfrierungen nicht aktiv erwärmen
Erfrierungen sind in unseren Breitengraden eher selten. Erfrierungen ersten Grades erkennt man an weißen, gefühllosen Stellen - meist an Fingern oder der Nase. Hier sollte man nicht aktiv Wärme zuführen, denn es kann sehr schmerzhaft sein, wenn die Durchblutung schlagartig einsetzt. Vielmehr sollte man die betroffenen Partien bei Zimmertemperatur langsam aufwärmen lassen.
DRK begrüßt höhere Leistungen für Demenzkranke, Seiters fordert Reform bei der Ausbildung der Pflegekräfte
BERLIN Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Dr. Rudolf Seiters, begrüßt eine Aufstockung der Leistungen für Demenzkranke bei der geplanten Pflegereform der Bundesregierung. „Ehrenamtliche Arbeit und die Pflege zuhause muss deutlich besser gestellt werden“, sagte Seiters. Deshalb sei es besonders positiv, dass auch Familienangehörige, mehr Unterstützung erfahren sollen. Es sei ein notwendiger erster Schritt, den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs konsequent weiter zu verfolgen.
Nach Medienberichten sollen nach einem ersten Arbeitsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums Leistungen für eine halbe Million Demenzkranke deutlich angehoben werden. Geplant ist danach, dass betroffene Pflegebedürftige in der Pflegestufe I insgesamt 325 Euro mehr im Monat für ambulante Pflegedienste erhalten.
DRK-Präsident Dr. Seiters fordert darüber hinaus eine umfassende Reform bei der Ausbildung der Pflegekräfte. „Wir brauchen in Deutschland eine Aufwertung der Pflegeberufe, die es für junge Menschen deutlich attraktiver macht, den Beruf der Gesundheits-, Kranken-, Kinder- und Altenpflege zu ergreifen“, sagte er. Ein Berufegesetz der Pflege sei daher seit langem überfällig. Sonst werde es immer schwieriger, Stellen im Pflegebereich besetzen zu können.
Schon jetzt zeichne sich nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ab, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland von derzeit 2,2 Millionen auf 4,5 Millionen im Jahr 2050 ansteige. Um den gesamten Bedarf an Pflegekräften zu decken, müssten bis zu diesem Zeitpunkt rund 800.000 Pflegekräfte zusätzlich eingestellt werden.
Das Deutsche Rote Kreuz mit seinem Verband der Schwesternschaften betreibt in Deutschland rund 500 Altenheime mit rund 32.000 Plätzen, 500 ambulante Pflegedienste und fast ebenso viele Hausnotrufdienste.

